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So kannst Du Achtsamkeit in Deinen Joballtag integrieren!

Achstamkeit ist nicht erst seit gestern in aller Munde. Dank Corona aber hat das Thema vor allem im Jobkontext extrem Fahrt aufgenommen. Zum Glück! Endlich ist es en vogue, dass man die Bedürfnisse, Ängste und Emotionen seiner Mitarbeiter*innen ernst nimmt.


Der Erfolg eines Unternehmens hängt direkt mit der Zufriedenheit der Leute zusammen, die tagtäglich dafür sorgen, dass der Laden nun mal läuft. Gerade in den letzten Wochen ist das selbst den letzten unwissenden Führungskräften bewusst geworden. Nun ist es an der Tagesordnung, für das körperliche, vor allem aber auch geistliche Wohl des eigenen Teams zu sorgen. Es werden Care-Pakete nach Hause geschickt, Dankes-Karten geschrieben, Meditations-Sessions angeboten und vieles mehr. ENDLICH!



Image by Allie Smith

Für mich ist Achtsamkeit nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Bestimmte Rituale zu Hause einzuführen war, wenn ich ehrlich bin, sehr viel einfacher als praktikable Rituale für’s Office zu finden. Deshalb haben Jennifer Seiffarth und ich für unseren Podcast “Die Personalabteilung” viele Praxis-Tipps gesammelt, die Dir den Start in einen ausgeglicheneren und glücklicheren Joballtag erleichtern sollen.


Was bedeutet Achtsamkeit eigentlich?


Achtsamkeit ist die bewusste Wahrnehmung von Bedürfnissen, Emotionen und grundsätzlich allen Eindrücken um einen herum und Dingen die sonst automatisch in unserem Körper & Hirn ablaufen (wie z.B. Zähne putzen, Laufen usw.). Wichtig ist diese Momente zu betrachten, aber nicht zu bewerten. Diese wertfreie Beobachtung und Akzeptanz der Gegenwart kann man lernen. (Ist natürlich für manche einfacher lernbar als für andere!)


Warum Achtsamkeit im Job wichtig ist?


Zufriedenheit im Job ist nicht nur eine Frage der Aufgaben und wie viele Benefits ein Unternehmen bietet, sondern eben auch und vor allem eine Frage der eigenen Einstellung und wie achtsam man mit sich selbst und anderen bei der Arbeit umgeht.

Stress, Unsicherheiten, Kommunikationsprobleme, Überlastung können auf Dauer zu körperlichen Symptomen wie Magenschmerzen, Schlappheit, Schlafmangel oder sogar Depression führen.


Hier hilft es, achtsam zu sein. Auf sich und andere acht zu geben. Wie fühle ich mich? Wie fühlen sich die anderen? Wer sollte dringend mal wieder Mittags zum Lunch nach draußen? Wo quillt der Schreibtisch gerade über? Aber z.B. auch: Wofür bin ich heute dankbar? Was ist mein Tagesziel? Was würde mich im Moment glücklich machen? Was hindert mich daran mein Ziel zu erreichen?


Was haben wir also davon:

  • Fokus/Konzentration/Produktivität

  • Geringeres Stressempfinden/mehr Geduld

  • Kontrolle über die eigenen Gedanken > Konzentration

  • Weniger Sorgen/mehr Gelassenheit

  • Teambuilding/Zusammenhalt/Wohlbefinden > Wir-Kultur

  • Bessere Kommunikation allgemein

  • Höhere Problemlösungsfähigkeit

  • Work-Life-Matching

  • Steigerung Engagement der Mitarbeiter*innen/Kolleg*innen

  • Förderung emotionaler Intelligenz


Konkrete Tipps für den Joballtag - EINSTEIGER:

  • Check-ins & Checkouts in Team Meetings (Fokus: wie geht es mir jetzt gerade und warum?)

  • Gemeinsames kurzes Stand-up zum Wochenstart (Fokus: wie fühle ich mich und was erwarte ich von der kommenden Woche?)

  • Sich für einzelne Aufgaben an einen ruhigen Ort begeben, Handy aus, E-Mail Postfach aus, keine Musik und voll konzentriert nur diese eine Aufgabe erledigen

  • Mehrere kurze Pausen in den Kalender eintragen und mal kurz raus an die frische Luft und um den Block laufen

  • Erfolgstagebuch/Dankbarkeitstagebuch führen

  • Dankbarkeits-Channel in Slack einführen, für das gesamte Team

  • Post-its mit Remindern zum Durchatmen am Schreibtisch

  • Nebenbei immer wieder mal: Innehalten, bewusst atmen, Bodenhaftung herstellen, Blick in den Himmel, Umfeld wahrnehmen


Konkrete Tipps für den Joballtag - FORTGESCHRITTENE:

  • 5 Min. gemeinsame Meditation nach dem wöchentlichen Team Meeting

  • Geführte Meditations-Runden am Arbeitsplatz für alle die möchten 1x wöchentlich

  • Ruhebereiche im Büro einrichten, in denen nicht gesprochen wird (gerne ein extra dafür vorgesehener Raum)

  • Meditations-Kurse anbieten

  • Meditations-Boxen (die gibt es bereits zu kaufen)


Um direkt Worte Taten folgen zu lassen, gibt es zum Schluss noch eine Challenge für Dich:


Diese Woche beginne jeden Arbeitstag mit 3 Minuten nichts tun an Deinem Platz. Atme bewusst ein und aus, schau Dich im Büro, oder wo auch immer Du bist, um. Was hörst/siehst/riechst Du? Starte erst im Anschluss Deine gewöhnliche Routine und mache das gleiche direkt nochmal am Abend bevor Du nach Hause gehst. (Trage Dir jetzt sofort jeweils einen Serientermin als Reminder im Kalender dafür ein.)


Wenn Du noch weitere Routinen hast, die Dir helfen auch im Job achtsam mit Dir umzugehen oder Du in einem Unternehmen arbeitest, in dem Achtsamkeit intensiv gelebt wird, dann schreib uns gerne über diepersonalabteilung@web.de.


Und jetzt: VIEL SPAß BEIM AUSPROBIEREN.


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